Die optimale Nachhaltigkeit von Trainings

Unternehmenstrainings werden grundsätzlich am Return-on-investment gemessen. Das Training soll sich nicht nur amortisieren, sondern darüber hinaus einen Mehrwert erzeugen. Letzlich sind es dann die Menschen, die im Training waren, die diesen Mehrwert erzeugen.
Plausible Konsequenz ist also, dass ein Training an der Umsetzung des Gelernten gemessen wird. Nur, was sorgt effektiv für dauerhafte Umsetzung?
Drei Faktoren sind es, die dafür verantwortlich sind:

Erstens, die Motivation, das aus dem Training Gelernte auch umsetzen zu wollen und ineffiziente Gewohnheiten selbstbewusst über Bord zu werfen.

Zweitens, die Praxisnähe, da der Trainingsteilnehmer nur Dinge adaptiert, die er nachvollziehen und die er auch wirklich umsetzen kann. Kurz: Das Training passt zum Beruf.

Drittens, das Beibehalten der gelernten Verhaltensverbesserung, also die Nachhaltigkeit.
Und um diese geht es hier. Die Steigerung der Nachhaltigkeit ist bei sporadischen Einzeltrainings eine ernste Herausforderung. Wenn der Teilnehmer ein Training ohne Folgetraining oder -coaching besucht, dann liegt die Beibehaltungsquote der Verbesserungen meist bei unter 20%.
Lesen Sie bitte im nächsten Abschnitt, wie man durch fünf verschiedene Maßnahmen deutlich mehr erreichen kann.

Was Trainings nachhaltiger macht

1. Das Einbinden der Führungskraft des Teilnehmers
Beispiel: Die Verkäufer A, B, C und D melden sich zu einem Verhandlungstraining an.
Ihr Verkaufsleiter Max Master begleitet die Vier zu dem Seminar. Nach dem Seminar bespricht er sich zunächst mit den vier Verkäufern, lässt sich Feedback von ihnen geben und verbindliche Zusagen, was die Vier im Einzelnen konkret umsetzen wollen. Nach festgelegten Zeitintervallen führt er Einzelgespräche bezüglich der Zielerreichung und des weiteren Vorgehens durch. Diese Begleitung intensiviert zusätzlich die berufliche Beziehung der Fünf.

2. Konsequentes Nacharbeiten des Teilnehmers
Grundsätzlich eine einfache, kostengünstige und plausible Möglichkeit. Da der Teilnehmer aber in aller Regel voll im Arbeitsprozess steckt, ist es zu beobachten, dass der Trainee, also der Teilnehmer, von sich aus meist nicht konsequent die Umsetzung vorantreibt. Verbessern lässt sich dies durch verbindliche Selbstzusagen oder/und Absprachen. Das bedeutet, dass der Trainee, also der Teilnehmer, sich offen und konsequent Umsetzungsziele setzt, die er zeitlich terminiert.

3. Intervalltraining
Trainingssequenzen in zeitlich gestaffelten Abständen durchzuführen sorgt für sehr hohe Nachhaltigkeit. Hocheffektiv ist, wenn diese Maßnahme mit Punkt 1 „Einbinden der Führungskraft“ verbunden ist. Das Einbinden der Führungskraft erfordert ein regelmäßiges Briefing und akkurate Abstimmung. Ohne die Einbindung der Führungskraft sind Trainingssequenzen ebenfalls sehr zu empfehlen, insbesondere, wenn die Teilnehmer intrinsisch motiviert sind. Das heißt, der Teilnehmer will aus eigenem Antrieb einen maximalen Mehrwert aus den Trainings ziehen. Empirisch gesehen ist es so, dass je höher die Teilnehmer in der Hierarchie stehen, man umso eher diese Leistung erwarten darf.

4. Blinks
Das sind kleine Frageeinheiten, die in zeitlichen Abständen zum zurückliegenden Training per E-Mail an die Teilnehmer gesendet werden. Die Blinks fragen Lerninhalte des Trainings ab. Nach der Beantwortung werden sie an das Trainingsinstitut zurückgesendet und ausgewertet. Dies ermöglicht dem Trainer in vielfältiger Weise zu reagieren und nachzuziehen. Ergebnisse können mit den Teilnehmern besprochen, Anschlusstrainings angepasst und Folge-Coachings perfekt durchgeführt werden.

5. Anschluss-Coachings
Dabei begleitet der Trainer den Teilnehmer bei seiner Arbeit. Ein (Kurz-)Coaching im Anschluss an ein Training durchzuführen, bedeutet auch zu verifizieren, welche Inhalte der Teilnehmer bereits für sein Verhalten adaptiert hat. Der Trainer, der jetzt Coach ist, kann unter vier Augen die Umsetzung durch individuelle Abstimmung und die maximale (Praxis-)Nähe optimieren. Alleine schon durch die Erfolgserlebnisse, die sich dadurch einstellen, verstärkt sich der Wunsch beim Teilnehmer, sein neues Verhalten weiter einzusetzen.

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Baster Speck vom Mastertrain-Team